| 1.
Wenn Ihr Euch ein kleines Kaninchen vom Züchter oder aus dem Zoohandel
zulegt, ist dieses am Anfang sehr verängstigt, da es aus seiner gewohnten
Umgebung herausgerissen wird. Ihr müsst wissen, dass wir sehr revierbezogene
Tiere sind und jeder Umgebungswechsel für uns den größten Stress
bedeutet. Ihr solltet daher unsere neue Unterkunft bereits vorbereitet und
fertig eingerichtet haben.
2.
Unser Käfig/ Stall
muss ausreichend groß sein. Für 2-3 Zwerge empfehlen wir einen Stall
von mindestens ca. 1,40 m Länge x 0,70 m Breite und 0,50 cm Höhe, für
größere Rassen muss der Stall entsprechend größer sein.
Wir wollen dort die Möglichkeit haben uns ordentlich austrecken, Männchen
machen und ein paar Schritte hüpfen zu können. Am wohlsten fühlen wir uns aber in einem Auslaufgehege, wo wir die Möglichkeit zum ungehinderten buddeln und herumtoben haben. Weiterhin sind eine Heu-/Grünfutterraufe,
ein Freßnapf und auf jeden Fall eine Wasserflasche im Käfig oder Gehege anzubringen.
Diese Futtereinrichtung dienen gleichzeitig zur Verhinderung von Verschmutzung
des Futters durch Urin und Kotabsetzungen. 
3.
Für ein Häuschen, was uns zum ausruhen und als Schutz dient, sind
wir sehr dankbar. Wenn man bedenkt, das wir in der Natur Höhlenbewohner sind,
könnt Ihr Euch sicher vorstellen, dass dies ein willkommenes Örtchen
für uns ist, wo wir uns ungestört zurückziehen können. Außerdem lieben wir unterirdische Gänge in denen wir herumkrabbeln können über alles, so dass uns auch eine Röhre (z.b. Tonrohr) oder auch ein ausgehöhlter Baumstamm in unserem Quartier sehr willkommen ist. 
4.
Die Einstreu für unseren Käfig kann sehr vielfältig sein. Wir
persönlich bevorzugen die Einstreu mit Stroh oder Heu. Diese Einstreu
entspricht unseren natürlichen Lebensbedingungen und ist für uns sehr
verträglich. Wir können uns darin einwühlen, Nester bauen und die
Halme knabbern. Strohpresslinge sind eine weitere Methode der Einstreu,
haben jedoch den Nachteil, dass sie sehr schnell zerfallen.Vorteilhaft ist auch hier, dass Kaninchen die Streu unbeschadet knabbern können. Sägespäne
sind sehr saugfähig und relativ günstig im Preis haben aber den Nachteil,
dass sie im Fell der Kaninchen hängenbleiben und dort Verfilzungen des Fells
verursachen und eventuell chemisch behandelt sein können. Zeitungspapier
ist völlig ungeeignet und sollte maximal als unterste Schicht der Einstreu
dienen um die Feuchtigkeit aufzusaugen aber mit einer ausreichenden Schicht Stroh
abgedeckt werden. Desweiteren besteht durch die Druckerschwärze die Gefahr
von Vergiftungserscheinungen. Katzenstreu ist als Einstreu nicht zu empfehlen,
da diese als Unterlage sehr hart und ungemütlich ist. Weiterhin ist nicht ausgeschlossen, dass Katzenstreu giftige Substanzen enthält, welche dem Kaninchen schaden könnten, wenn es sie frisst. 
5.
Der richtige Standort unseres Käfigs/ Stalls Bei
Zimmerhaltung sollte unser Käfig aus einer gut zu reinigenden Kunststoffunterschale
und einem verzinkten Gitteroberteil bestehen. Diese Käfige sind überall
im Handel erhältlich. Wir mögen es, von unserem Käfig aus einen
guten Überblick über alles, was um uns herum geschieht zu haben. Daher
sollte unsere Behausung etwas erhöht aufgestellt werden (auf Tisch, Schrank
o.ä.) Wir sind sehr gesellige Tiere und möchten auf keinen Fall in
einer dunklen Ecke oder in einem Abstellraum unseren Käfig aufgestellt bekommen.
Bei
Haltung im Freien muss unser Stall witterunggeschützt aufgestellt und errichtet
werden. Ausser der Forderseite, welche am besten aus Kaninchendraht gefertigt
wird und in welcher sich auch die Tür befindet, sollte unser Stall von allen
Seiten sowie von oben massiv aus Holz bestehen. Diese massive Bauweise dient gleichzeitig
zum Schutz vor Räubern, die uns gefährlich werden könnten. (z.B.
Marder) Unser
Käfig sollte, ob bei Zimmer- oder Freilufthaltung auf keinen Fall im Durchzug
stehen, da wir auf Zugluft sehr empfindlich reagieren und schnell krank werden
können.  |






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