Krankheit
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Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| Myxomatose
(auch Kaninchenpest) |
Myxomatose
ist eine Viruserkrankung wobei das Virus durch direkten Kontakt aber auch durch
unreine Hände des Menschen leicht auf das Kaninchen übertragen wird.
Die größte Gefahr einer Infizierung besteht jedoch durch Stechmücken,
welche vom Frühjahr bis zum Herbst die Hauptüberträger dieser Krankheit
sind. |
Inkubationszeit:
3- 5 Tage. Danach kommt es zum Ausbruch der Krankheit. Symptome sind: weiche Schwellungen
an Ohren, Lippe und Nase. Auch im After- und Genitalbereich können Schwellungen
auftreten. Die Tiere sind benommen, verweigern die Nahrung und bauen zusehends
körperlich ab. Der Tod tritt 8- 10 Tage nach Krankheitsbeginn ein. |
Nach
Ausbruch der Krankheit gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten mehr. Die Aussicht
auf Heilung ist beim akuten Verlauf schlecht, so dass fast immer unweigerlich
der Tod die Folge ist. Der
beste Schutz vor dieser Krankheit ist die vorbeugende Impfung Anfang April. Diese
hält für 5-6 Monate vor. Um die Schutzzeit zu verlängern ist es
empfehlenswert, die Tiere ca. 6 Wochen nach der 1. Impfung nachimpfen zu lassen. |
Krankheit
| Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| Kaninchen-schnupfen
(auch ansteckender Schnupfen) |
Kaninchenschnupfen
wird durch eine bakterielle Infektion hervorgerufen. Es können mehrere Erreger
in Frage kommen. (z.B. Pasteurella multocida oder Bordetella bronchiseptica. Kaninchenschnupfen
ist hoch ansteckend und eine weitverbreitete Seuche. |
Häufiges
Niesen (dies kann jedoch auch verschiedene andere Ursachen haben und muss nicht
immer gleich das Schlimmste bedeuten) feuchte Nase, ständig laufende Nase
(der Ausfluss ist hier schleimig und eitrig) verkrustete Haare an Nase und Vorderläufen,
Augenentzündungen, deutlich hörbar schweres Atmen mit brummenden Geräuschen,
das Kaninchen fühlt sich müde und matt |
Prinzipiell
wäre es möglich, eine Anibiothikabehandlung durchzuführen. Tatsächlich
zeigt eine derartige Behandlung aber nur wenig Erfolg und müsste um überhaupt
eventuell wirksam sein zu können über die ganze Anwendungsdauer penibelst
genau durchgeführt werden. Ein vorzeitiger Abbruch könnte dazu führen,
dass sich die Erreger erholen und danach noch verheerender sind. Die
beste Behandlung gegen Kaninchenschnupfen ist die vorbeugende Schutzimpfung
welche jährlich wiederholt werden sollte um ausreichend Schutz zu gewährleisten. |
Krankheit
| Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| Schnupfen |
Ursachen
für den leichten Schnupfen können Zugluft, Staub, Allergien oder schlechte
Ernährung sein. |
Niesen,
klarer Ausfluss aus der Nase, das Kaninchen kann eine Kreislaufschwäche haben. |
Verbesserung
der Haltungsbedingungen (Zugluft abstellen, sauberes u. vitaminreiches Futter,
regelmäßiger Auslauf im Freien damit das Kaninchen widerstandsfähig
wird) |
Krankheit
| Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| Chinaseuche
(RHD) | Die
Chinaseuche ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung welche durch ein infiziertes
Angorakaninchen aus China nach Europa gebracht wurde. 1984 in China festgestellt
wurde diese Krankheit erstmals 1988 in Deutschland bekannt. Zwischenzeitlich ist
die Erkrankung über ganz Europa verbreitet und gehört zu den anzeigepflichtigen
Seuchen. |
Akute Symptome
sind hohes Fieber bis 41°C, eine Unruhe die später in Benommenheit übergeht,
Atembeschwerden und Blutungen aus den Nasenöffnungen. Das Kaninchen verendet
dann schnell mit Erstickungskrämpfen. |
Ist
das Kaninchen erst erkrankt, gibt es keine Behandlung mehr. Der Tod ist die unmittelbare
Folge Der
beste und einzigste Schutz vor der Kaninchenseuche ist die vorbeugende Schutzimpfung.
Die Impfung wird gut vertragen und muss jährlich wiederholt werden, um ausreichend
Schutz vor der Seuche zu gewährleisten. Eine
Impfung ist auch bei Kaninchenhaltung in der Wohnung empfehlenswert, da man sich
bisher nicht im Klaren darüber ist, inwieweit Stechmücken bei der Übertragung
der Krankheit eine Rolle spielen. |
Krankheit
| Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| Zahnanomalien
(Zahnfehlstellung) |
Zahnfehlstellungen
bei Kaninchen |
langsames,
vorsichtiges Fressen, Speichelfluss, scheinbare Appetitlosigkeit, Abmagerung trotz
Nahrungsaufnahme, leeres Kauen |
Hier
hilft nur der Besuch beim Tierarzt. Die Zähne Eures Mümmels müssen
in diesem Fall regelmäßig gekürzt bzw. kontrolliert werden. Auch
sollten unbedingt anderweitige Veränderungen im Rachenraum untersucht werden,
da im Ernstfall schon Eiterbildungen oder Abszesse im Kiefer vorhanden sein können. Zu
diesem Thema haben wir selber schon sehr unschöne und traurige eigene Erfahrungen
gemacht welche wir an Euch mit Tips und Ratschlägen unter dem Menüpunkt
"Krankenblatt"
weitergeben wollen. |
Krankheit
| Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| Kokzidiose |
Die
Ursache dieser Erkrankung sind verschiedene Protozoenarten |
Es
treten schwere Störungen des Allgemeinbefindens auf. Weitere Symptome sind
Trommelsucht, wässrig blutiger Durchfall, Mattigkeit sowie Appetitlosigkeit. |
Der
Besuch des Tierarztes ist hier unbedingt vorzunehmen. |
Krankheit
| Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| Ohrräude
| Für
die Ohrräude sind tierische Parasiten, die Ohrräudemilben verantwortlich
| Die
Kaninchen werden von ständigem Juckreiz geplagt, in den Ohren bildet sich
Grind (Borke), es ist eine Kopfschiefhaltung zu beobachten |
Bei
Ohrräude müsst Ihr unbedingt den Tierarzt aufsuchen, welcher entsprechende
Medikamente verordnet. |
Krankheit
| Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| Fettleibigkeit
| Bewegungsmangel
und zuviel kalorienreiches Futter sind die häufigsten Ursachen für Fettleibigkeit. |
Deutliches
Übergewicht, Atemnot, Zyanose, Wammen-bildung, Scheuerabzesse und Koma sind
die Symptome der Fettleibigkeit. |
Verschafft
Eurem Kaninchen täglich Bewegung und Auslauf an der frischen Luft, füttert
kein Körnerfutter und reicht täglich ausreichend Frischkost, Heu und
Wasser. |
Krankheit
| Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| offene
und wunde Läufe |
Die
Ursachen für diese Erkrankung liegen meist an schlechten Haltungsbedingungen
wie feuchte Einstreu, Haltung auf Drahtgeflechtböden, häufiges Schlagen
mit den Hinterpfoten (in Angst-und Streßsituationen) sowie zu eiweißreicher
Fütterung. |
Auf
den Sohlenflächen der Vorder- und Hinterläufe bilden sich runde haarlose
Stellen, welche gerötete und entzündliche (Geschwüre) Veränderungen
erkennen lassen. Die Kaninchen haben beim laufen erhebliche Schmerzen. |
Bei
akuten Fällen ist unbedingt der Tierarzt aufzusuchen. Außerdem
ist unbedingt für eine ebene Unterbodenfläche des Käfigs sowie
für saubere, weiche und trockene Einstreu zu sorgen. Weiterhin
sollte eine Optimierung der Fütterung vorgenommen werden. |
Krankheit
| Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| seelische
Ver-kümmerung |
Fehlende
Haltung von Artgenossen (Einzelhaltung) sowie mangelnde oder/und fehlende Beschäftigung
des Kaninchens durch den Menschen |
Das
Kaninchen knabbert an Gitterstäben (lange Weile) oder sitzt traurig und emotionslos
im Käfig. Es ist scheu und ängstlich und erschreckt schnell Kaninchen
die einsam gehalten werden verkümmern seelisch und werden meist nur 1-2 Jahre
alt. | Wer
sein Kaninchen alleine hält sollte wenigstens 2 Stunden am Tag mit seinem
Kaninchen spielen, es streicheln und ihm Zuwendung schenken. Weiterhin sollte
der Mümmel täglich Auslauf im Garten oder in einem Auslaufgehege in
der Wohnung bekommen. Am schönsten wäre für Euer Kaninchen aber
zusätzlich ein weiterer Artgenosse. Kaninchen sind gesellig lebende Tiere
und sollten daher auch so gehalten werden. |
Krankheit
| Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| Verdauungs-störungen |
Verstopfung
-Meist liegt die Ursache einer Verstopfung im Wassermangel |
Das
Kaninchen wirkt lustlos und frisst nicht mehr. Mit gekrümmten Rücken
versucht es Kot abzusetzen aber trotz angestrengten Pressens gelingt dies nicht
und es kommen nur kleine harte Kotkügelchen. |
Überprüft
die Nippeltränke, oft liegt eine Verstopfung nur an Wassermangel. Entfernt
alles Trockenfutter und reich frische Grünkost. Auch viel Bewegung ist in
diesem Fall ratsam.Tritt nach 24 Stunden keine Besserung ein sollte jedoch der
Tierarzt aufgesucht werden. |
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Durchfall
- oft wird Durchfall aufgrund von Infektionen durch unausgewogenes Futter, rasche
Futterumstellung oder übermäßige Futteraufnahme verursacht.
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Der Kot
des Kaninchens ist breiig, weich oder dünnflüssig. Das Fell in der Aftergegend
ist verschmutzt. |
Ist
das Kaninchen sonst in guter Verfassung, handelt es sich meist um eine leichte
Form des Durchfalls. Setzt alles Grünfutter ab und füttert gutes Heu.
An Stelle von Wasser solltet Ihr Kamillentee verabreichen. Tritt innerhalb der
nächsten 2 Tage keine Besserung ein solltet Ihr einen Tierarzt aufsuchen. |
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Trommelsucht
- Ursache sind hierbei Verdauungsstörungen, hervorgerufen durch falsches
Futter . |
Symptome
dieser Erkrankung sind blaue Lippen und Ohren, starkes Hecheln und Atemnot, Kreislaufschwäche
sowie ein aufgetriebener, harter Bauch des Kaninchens. |
Entfernt
sofort die Einstreu und alle alten Futterreste aus dem Käfig. Sucht einen
Tierarzt auf welcher Medikamente zur Gasbindung verschreiben sollte. Ermöglicht
Eurem Kaninchen freien Auslauf und Bewegung. Eine helfende Massage des Bäuchleins
ist für den Mümmel angenehm und schafft Erleichterung. Füttert
nur hochwertiges Heu und reicht an Stelle von Wasser Kümmel- oder Pfefferminztee |
| Krankheit
| Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| Diabetes
mellitus (Zuckerkrankheit) beim Kaninchen
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Als
Ursache der Erkrankung wird eine Störung der Insolinsekretion vermutet |
häufiges
Urinieren, oftmals bis hin zum völlig unkontrollierten Wasserlassen vermehrtes
Durstgefühl, das Kaninchen trinkt ungewöhnlich viel Wasser, bis zu 500
ml am Tag trotz
guten Appetits und guter bis sehr guter Nahrungsaufnahme nimmt das Kaninchen stetig
ab bei
fortgeschrittener Diabetes kann es zur Linsentrübung bis zur Erblindung der
Augen kommen |
Diabetes
mellitus beim Kaninchen gleicht dem Insulinunabhängigen Diabetes mellitus
des Menschen = Altersdiabetes. Die Behandlung erfolgt mit Insulin, was dem Kaninchen
1mal oder mehrmals täglich gespritzt werden muss. Die Einstellung des Kaninchens
auf Insolin erfolgt durch einen praxiserfahrenen Tierarzt. Das Kaninchen wird
dafür mehrere Tage in einer Tierklinik stationär aufgenommen. In diesen
Tagen wird die Dosierung und Häufigkeit der Insolingaben festgelegt. Vorbeugende
Schutzmaßnahmen gegen diese Erkrankungen gibt es nicht. Nähere
Informationen über diese Krankheit könnt Ihr im Krankenblatt
von Mucki
erhalten, da er leider auch von dieser Krankheit nicht verschont wurde. |
| Krankheit
| Ursachen |
Symptome |
Behandlung |
| Abszesse
beim Kaninchen | Abszesse
können jederzeit am ganzen Körper von Kaninchen auftreten. Hervorgerufen
werden sie durch Verletzungen der Hautschicht, worunter sich dann Bakterien (oftmals
Pasteurella multocida) ansiedeln und die Eiterbildung hervorrufen. Um den Eiter
bildet sich eine Hülle, welche sehr dick ist und Bakterien enthält.
Beim
Kaninchen treten oft Abszesse im Bereich des Kopfes auf. Diese können entstehen
durch Zahnerkrankungen, Speisereste zwischen Zähnen und Zahnfleisch, Zahnwurzelerkrankungen
oder Zahnrückstände im Kiefer nach operativen Zahnentfernungen.
| Entstehung
einer Beule an der betroffenen Stelle. Je weiter der Abszess ausreift, um so größer
wird die Beule. Die Beule ist mit zähflüssigem, dicken Eiter gefüllt
und fässt sich meist hart an. Abszesse
sind meist nicht schmerzhaft und dass Kaninchen zeigt sich klinisch gesund. Wenn
Zahnerkrankungen die Ursache der Abszessbildung darstellen ist nicht auszuschließen,
dass das Kaninchen ganz oder teilweise abmagert.
| Ein
Abszess muss immer operativ geöffnet (gespalten) werden, da die dickflüssige
eitrige Masse sonst nicht abfließen kann. Hierbei
gibt es verschiedene Methoden, welche individuell von der Art und Beschaffenheit
des Abszesses abhängig sind und vom gesamten Krankheitsverlauf der Abszessbildung
des Kaninchens. Bei
der einfachen Spaltung eines Abszesses muss die Abszesshöhle anschließend
mindestens 2 Mal am Tag mit einer antiseptischen Lösung, Kamillentee oder
einer Antibiotikalösung gespült werden. Die Abszesshöhle sollte
hierbei so lange wie möglich offengehalten werden. Spezifischere
Informationen über diese Erkrankung könnt Ihr im Krankenblatt
von Mucki nachlesen, welcher eine langwierige Abszessbildung am Kiefer
hatte.
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